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Zwischen feministischem Punk, Politik und Poesie
Die Künstlerin Käthe Kruse (geb. 1958 in Bünde/Westfalen, lebt und arbeitet in Berlin) ist seit den frühen 1980er-Jahren fester Bestandteil der Berliner Kunstszene. Als Mitglied der bekannten Künstler*innengruppe Die Tödliche Doris arbeitete sie von 1982 bis 1987 im Grenzbereich zwischen Performance, Musik, Text, Malerei und Film. Damit positionierte sich die Gruppe als Gegengewicht zur etablierten Westberliner Kunstwelt. Auch in ihren Solo-Projekten behielt sie das genreübergreifende Arbeiten und den bewussten Dilettantismus bei und entwickelte raumgreifende Installationen, die unterschiedliche Medien und Ausdrucksformen miteinander verbinden. Ausgangspunkt sind für sie dabei häufig Alltagsgegenstände, die sie materiell verändert und ihnen damit neue Bedeutungen zuschreibt. Kruses Werke sind oft eng mit ihren persönlichen Erfahrungen verbunden, beziehen sich aber auch auf gesamtgesellschaftliche Probleme und Fragestellungen wie häusliche Gewalt, Abtreibung und Krieg. Die Publikation, die anlässlich von Käthe Kruses Einzelausstellung in der Berlinischen Galerie erscheint, würdigt die Entstehungsprozesse ihrer Arbeiten und Performances und bietet einen Überblick ihres Schaffens von den 1980er-Jahren bis heute. Begleitende Texte von Marie Arleth Skov und Miriam Schoofs sowie ein Gespräch zwischen Ilka Voermann und der Künstlerin vertiefen die Auseinandersetzung mit ihrem Werk.
Between Feminist Punk, Politics, and Poetry
The artist Käthe Kruse (b. Bünde/Westfalen, 1958; lives and works in Berlin) has been a fixture on the Berlin arts scene since the early 1980s. From 1982 until 1987, she was a member of the well-known artists’ group Die Tödliche Doris, which worked on the intersections between performance art, music, writing, painting, and film and positioned itself as an alternative to the established West Berlin art world. Kruse retained this genre-bending approach and the deliberate dilettantism in her solo projects, developing sprawling installations that combine a range of media and modes of expression. Her works are often anchored in everyday objects she subjects to material alteration to endow them with new meanings. Many of Kruse’s pieces are closely bound up with personal experiences, while also grappling with larger social issues and concerns such as domestic violence, abortion, and war.
The publication, released on occasion of Käthe Kruse’s solo show at Berlinische Galerie, sheds light on the genesis of her works and performances and offers a comprehensive overview of her output from the 1980s to the present. Accompanying notes by Marie Arleth Skov and Miriam Schoofs as well as a conversation between Ilka Voermann and the artist probe various dimensions of her oeuvre.
Hauptlesemotive: | Entdecken |
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Produktart: | Taschenbuch |
Produktform: | Taschenbuch |
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